Gefährliche Tiere in Australien – Giftig oder süß?

Giftige Tiere in Australien gehören für viele Reisende genauso zum Land wie traumhafte Strände, das Outback und unvergessliche Roadtrips.
Sogar Rasenmäher müssen in Australien manchmal vorsichtig sein!
Musst du dir wegen giftiger Tiere in Australien Sorgen machen?

Zum Glück sind ernsthafte Begegnungen mit gefährlichen Tieren selten, wenn du Abstand hältst und lokale Warnungen beachtest.
Dieser Travelwheels-Reiseführer hilft dir dabei, einige der bekanntesten giftigen Tiere in Australien zu erkennen, Risiken besser einzuschätzen und deine Reise trotzdem entspannt zu genießen.
Welche Tiere verursachen überraschend viele Verletzungen in Australien?
Viele Reisende denken bei gefährlichen Tieren sofort an Schlangen, Spinnen, Haie oder Krokodile.
Tatsächlich verursachen aber auch ganz andere Tiere viele Verletzungen in Australien. Besonders Pferde sind regelmäßig an schweren Unfällen beteiligt.
Bei giftigen Tieren werden auch Bienen und Wespen häufig unterschätzt.
Ihre Stiche können schwere allergische Reaktionen auslösen und führen zu mehr Krankenhausaufenthalten als viele Schlangen- oder Spinnenbisse.
Nach Angaben des Australian Institute of Health and Welfare verursachten Bienen und Wespen 2017 bis 2018 zwölf Todesfälle. Giftschlangen waren für sieben verantwortlich, Spinnen für keinen.
Giftige Tiere in Australien: Giftige Spinnen

Australiens Spinnen haben weltweit einen ziemlich beeindruckenden Ruf.
Die gute Nachricht ist: Die meisten Spinnen sind harmlos und schwere Bisse sind selten.
Zwei Arten sollten Reisende trotzdem kennen: die Redback Spider und die Sydney Funnel Web Spider.
Redback Spider – Rotrückenspinne

Rotrückenspinnen (Redback Spiders) sind in Australien weit verbreitet und leben häufig rund um Häuser, Schuppen und andere geschützte Bereiche.
Besonders während der wärmeren Monate solltest du etwas genauer hinschauen.
Gefährlich ist hauptsächlich das Weibchen. Es ist schwarz und hat normalerweise die charakteristische rote Zeichnung auf dem Rücken.
Redbacks mögen trockene, geschützte Verstecke.
Du kannst sie unter Gartenmöbeln, in Schuppen oder gelegentlich auch in Schuhen finden, die über Nacht draußen standen.
Die bekannte australische Geschichte vom Redback unter dem Toilettensitz ist also nicht komplett erfunden!
Ein Biss kann starke Schmerzen, Schwitzen, Kopfschmerzen und Muskelkrämpfe verursachen.
Wasche die Stelle mit Wasser und Seife und lege für etwa 15 Minuten einen Kühlpack auf. Bei starken Beschwerden solltest du ärztliche Hilfe suchen.
Sydney Funnel Web Spider

Die Sydney Funnel Web Spider gehört zu den giftigsten Tieren in Australien und ist besonders rund um Sydney bekannt.
Sie kommt auch in den Blue Mountains vor.
Funnel Web Spiders bevorzugen feuchte Bereiche unter Steinen, Holz und dichter Vegetation.
Im Sommer und Herbst wandern die Männchen nach Regen häufig nachts umher.
Schuhe, die draußen stehen, solltest du deshalb kurz kontrollieren.
Und wenn du eine große schwarze Spinne am Boden eines Pools siehst, solltest du nicht automatisch davon ausgehen, dass sie tot ist. Funnel Web Spiders können längere Zeit unter Wasser überleben.
Ein Biss kann sehr ernst sein.
Seit Einführung des Gegengifts im Jahr 1981 wurden allerdings keine bestätigten Todesfälle mehr registriert.
Bei einem möglichen Biss durch eine Funnel Web Spider oder eine andere große schwarze Spinne sofort 000 anrufen.
Die betroffene Person möglichst ruhig halten und einen Druckverband zur Immobilisierung (Pressure Immobilisation Bandage) anlegen, bis der Rettungsdienst eintrifft.
Giftige Tiere in Australien: Giftschlangen

Australien ist Heimat einiger der giftigsten Schlangen der Welt.
Das klingt zunächst dramatisch, aber die meisten Schlangen wollen mit Menschen überhaupt nichts zu tun haben.
Zu den Arten, die Reisende kennen sollten, gehören Inland Taipan, Eastern Brown Snake, Coastal Taipan, Tiger Snake und Death Adder.
Inland Taipan

Der Inland Taipan gilt als eine der giftigsten Schlangen der Welt.
Zum Glück lebt er hauptsächlich in sehr abgelegenen und trockenen Regionen im Inneren Australiens.
Reisende begegnen ihm nur äußerst selten.
Außerdem ist er von Natur aus scheu und versucht normalerweise zu fliehen.
Eastern Brown Snake

Die Eastern Brown Snake ist für Reisende deutlich relevanter.
Sie ist entlang großer Teile der australischen Ostküste verbreitet und kann auch in der Nähe von Farmen, kleineren Städten und äußeren Vororten vorkommen.
Normalerweise versucht sie auszuweichen, kann sich aber verteidigen, wenn sie überrascht oder in die Enge getrieben wird.
Brown Snakes sind für einen großen Anteil der Krankenhausbehandlungen nach Schlangenbissen verantwortlich.
Coastal Taipan

Coastal Taipans leben in den tropischen Regionen Nordaustraliens.
Dazu gehören Nord-Queensland, das Northern Territory und Teile des nördlichen Western Australia.
Sie sind groß, schnell und sehr giftig.
Weitere giftige Schlangen
In Südaustralien und Tasmanien können Reisende auch Tiger Snakes begegnen.
Death Adders verstecken sich häufig unter Laub, Rinde und lockerem Boden.
Was solltest du tun, wenn du eine Schlange siehst?
Bleib ruhig, halte Abstand und gib der Schlange genügend Platz, um sich zu entfernen.
Versuche niemals, eine Schlange anzufassen, zu fangen oder zu töten.
Benutze nachts draußen eine Taschenlampe.
Achte darauf, wohin du deine Hände und Füße setzt, und trage in hohem Gras oder Buschland am besten feste Schuhe und lange Hosen.
Was solltest du nach einem Schlangenbiss tun?
Jeder mögliche Schlangenbiss sollte als medizinischer Notfall behandelt werden.
Ruf sofort 000 an.
Die betroffene Person sollte sich so wenig wie möglich bewegen.
Lege einen Druckverband zur Immobilisierung (Pressure Immobilisation Bandage) an.
Die Bissstelle nicht waschen, aufschneiden oder aussaugen.
Keinen Tourniquet verwenden.
Gefährliche Tiere in Australien: Haie

Australien ist Heimat vieler Haiarten.
Die drei bekanntesten sind der Weiße Hai, Tigerhai und Bullenhai.
Weiße Haie leben hauptsächlich in den Gewässern Südaustraliens.
Tigerhaie bevorzugen wärmere Küstenregionen.
Bullenhaie können neben dem Meer auch Flüsse, Flussmündungen und Häfen nutzen.
Haie gehören zum natürlichen Lebensraum rund um Australien.
Wenn du die lokalen Sicherheitsregeln beachtest, kannst du das Risiko deutlich reduzieren.
Wie kannst du das Risiko einer Haibegegnung reduzieren?

Schwimme möglichst an bewachten Stränden und immer zwischen den roten und gelben Flaggen.
Rettungsschwimmer beobachten das Wasser und können den Strand schließen, wenn eine Gefahr erkannt wird.
Vermeide es, allein sowie in der Morgen- oder Abenddämmerung und nachts zu schwimmen.
Meide trübes Wasser, Flussmündungen und Bereiche, in denen gerade geangelt oder Fisch gereinigt wird.
Große Schwärme kleiner Fische oder viele tauchende Seevögel können darauf hinweisen, dass größere Raubtiere in der Nähe jagen.
Was tun, wenn ein Hai gesichtet wird?
Verlasse das Wasser ruhig und vermeide unnötiges Spritzen.
Informiere einen Rettungsschwimmer und warne andere Personen in deiner Nähe.
Beachte immer Warnsignale, Strandwarnungen und Sperrungen.
Geh erst wieder ins Wasser, wenn der Strand offiziell freigegeben wurde.
Kann man in Australien mit Haien tauchen?

Ja.
Organisierte Käfigtauchgänge bieten dir die Möglichkeit, Weiße Haie aus einem stabilen Unterwasserkäfig zu beobachten.
Für viele Reisende ist das eines der spektakulärsten Tiererlebnisse Australiens.
Weiße Haie stehen in australischen Gewässern unter Schutz und dürfen nicht verletzt oder belästigt werden.
Giftige Tiere in Australien: Würfelquallen

Würfelquallen gehören zu den gefährlichsten giftigen Tieren in Australien.
Das Problem ist, dass sie im klaren tropischen Wasser oft nur schwer zu erkennen sind.
Sie kommen entlang der nördlichen Küste vor, besonders in Nord-Queensland, im Northern Territory und im Norden von Western Australia.
Ihre Tentakel enthalten starkes Gift, das extreme Schmerzen, Kreislaufprobleme und in schweren Fällen den Tod verursachen kann.
Warnungen vor Marine Stingers solltest du deshalb immer ernst nehmen.
Wann ist Würfelquallen-Saison?

Das höchste Risiko besteht normalerweise zwischen Oktober und Mai.
Die genaue Saison unterscheidet sich allerdings je nach Region.
Stiche können auch außerhalb dieser Monate vorkommen.
Prüfe deshalb immer die lokalen Warnungen, bevor du in tropischen Gewässern schwimmen gehst.
Wie kannst du Würfelquallen vermeiden?

Schwimme möglichst an bewachten Stränden.
Nutze vorhandene Stinger-Netze und geschützte Badebereiche.
Trage einen vollständigen Quallenschutzanzug (Stinger Suit), wenn dies empfohlen wird.
Geh niemals ins Wasser, wenn aktuelle Marine-Stinger-Warnungen angezeigt werden.
Berühre auch keine Quallen, die am Strand liegen. Ihre Tentakel können weiterhin Nesseln auslösen.
Was tun nach einem Würfelquallen-Stich?
Behandle einen möglichen Würfelquallen-Stich als medizinischen Notfall und ruf sofort 000.
Hole die Person aus dem Wasser.
Wenn sie nicht reagiert oder nicht normal atmet, beginne mit CPR.
Gieße mindestens 30 Sekunden lang Essig über die betroffene Stelle und entferne anschließend vorsichtig verbleibende Tentakel.
Nicht mit Süßwasser abspülen.
Auch wenn sich die Person anschließend besser fühlt, ist dringend medizinische Behandlung erforderlich.
Gefährliche Tiere in Australien: Krokodile

Australien hat zwei Hauptarten von Krokodilen.
Das Salzwasserkrokodil wird in Australien meistens einfach Salty genannt.
Das Süßwasserkrokodil heißt entsprechend Freshie.
Salties werden deutlich größer und gehören zu den gefährlichsten Tieren Australiens.
Freshies sind kleiner und meiden Menschen normalerweise, können aber trotzdem zubeißen, wenn sie bedrängt werden.
Wo leben Krokodile in Australien?

Krokodilgebiet erstreckt sich über große Teile des tropischen Nordens Australiens.
Dazu gehören der Norden von Western Australia, das Northern Territory und Nord-Queensland.
Trotz ihres Namens leben Salzwasserkrokodile nicht nur im Meer.
Du kannst sie auch in Flüssen, Bächen, Flussmündungen, Feuchtgebieten, Süßwasserstellen und küstennahen Gewässern finden.
Wie bleibst du in Krokodilgebieten sicher?

Beachte immer Warnschilder.
Halte mindestens fünf Meter Abstand vom Wasserrand, wo dies empfohlen wird, und grundsätzlich so viel Abstand wie möglich.
Geh niemals in Gewässer, in denen Krokodile leben könnten – auch dann nicht, wenn das Wasser flach aussieht oder kein Warnschild vorhanden ist.
Sei besonders vorsichtig bei Sonnenaufgang, Sonnenuntergang und nachts.
Krokodile niemals füttern, provozieren oder für ein Foto näher herangehen.
Lass keine Lebensmittel, Köder oder Fischreste in der Nähe von Gewässern, Campingplätzen oder Bootsrampen liegen.
Was tun, wenn du ein Krokodil siehst?
Halte Abstand und entferne dich aus dem Bereich.
Geh niemals näher heran, nur um ein besseres Foto zu bekommen.
In Nordaustralien gibt es eine sehr einfache Regel:
Nur weil du kein Krokodil sehen kannst, bedeutet das nicht, dass keines da ist.
Bluebottles an Australiens Stränden

Bluebottles sind rund um Sydney und an vielen anderen Teilen der australischen Küste häufig.
Wind und Strömungen können große Mengen davon an die Strände treiben.
Sie gehören nicht zu den gefährlichsten giftigen Tieren in Australien, ihre Stiche können aber sehr schmerzhaft sein.
Berühre niemals einen Bluebottle oder seine Tentakel, auch wenn er bereits am Strand liegt.
Was tun nach einem Bluebottle-Stich?
Verlasse das Wasser und bitte einen Rettungsschwimmer um Hilfe.
Spüle die betroffene Stelle mit Meerwasser und nicht mit Süßwasser.
Lege die betroffene Körperstelle für ungefähr 20 Minuten in angenehm heißes Wasser.
Bei einem Bluebottle-Stich keinen Essig verwenden.
Ruf 000, wenn die Person Atemprobleme bekommt, zusammenbricht oder Anzeichen einer starken allergischen Reaktion zeigt.
Die beliebtesten Roadtrips unserer Travelwheels-Kunden

Australien lässt sich am besten auf der Straße entdecken.
Hier findest du einige unserer beliebtesten Routen mit Tipps zu Camping, Sehenswürdigkeiten und giftigen Tieren in Australien.
Routenplaner auf Deutsch
- Routenplaner Sydney – Cairns
- Routenplaner Cairns – Sydney
- Routenplaner Melbourne – Sydney
- Von Sydney in die Blue Mountains
- 10 Tage Great Ocean Road Reiseführer
- Die Giganten Australiens: The Big Things in Australien
- Reiseführer Cairns und Umgebung – 7–10 Tage Rundreise Queensland
Wir hoffen, unser Guide über giftige Tiere in Australien hat dir ein bisschen die Angst genommen und gleichzeitig gezeigt, worauf du unterwegs achten solltest.
Unser Travelwheels-Team kommt ursprünglich selbst aus Europa und hat sich in Australien verliebt.
Wir haben das Land ausgiebig bereist und teilen unsere Erfahrungen gerne mit anderen Reisenden.
Wenn du in Sydney bist, komm gerne bei uns in Botany vorbei. Wir haben über die Jahre auch einige ziemlich gute Geschichten über Begegnungen mit australischen Tieren gesammelt!
Travelwheels Beratung auf Deutsch in Sydney

Travelwheels befindet sich in Botany, Sydney, und hilft internationalen Reisenden beim Kauf und Verkauf von Campervans und 4×4.
Unsere Adresse ist Travelwheels Campervans, 11-15 Clevedon Street, Botany, Sydney, NSW 2019.
Unser Team ist selbst durch große Teile Australiens gereist und kennt viele der bekannten Roadtrip-Routen aus eigener Erfahrung.
Wir helfen euch gerne mit praktischen Tipps zu Strecken, Camping, Wildtieren und giftigen Tieren in Australien.
Beratung auf Deutsch
Maxi spricht Deutsch und Englisch und beantwortet eure Fragen gerne in beiden Sprachen.
Roadtrip-Tipps
Ihr braucht Hilfe bei der Wahl einer Route oder möchtet wissen, was euch in verschiedenen Regionen Australiens erwartet? Fragt uns einfach.
Campervan- und 4×4-Support
Bevor ihr eure Reise beginnt, zeigen wir euch, wie euer Campervan oder 4×4 funktioniert und beantworten eure Fragen zur Campingausrüstung.
Fragen auf Deutsch? Maxi hilft dir gerne weiter!
Wir freuen uns darauf, dich bei deinem Australien-Abenteuer zu unterstützen. Ruf uns an unter 0412 766 616.
Du kannst uns auch über unsere deutsche Kontaktseite schreiben.
Travelwheels Botany: 0412 766 616
Kontaktiere Travelwheels Campervanvermietung auf deutsch
Bitte fülle das Formular aus und wir werden uns so schnell wie möglich bei dir melden.

